Bio-Lebensmittel: die 5 besten Gründe

Bio-Lebensmittel: die 5 besten Gründe

Bio-Lebensmittel sind längst nicht mehr nur ein Thema für alteingesessene Ökos. Ganz im Gegenteil: immer mehr Menschen erkennen mittlerweile den Mehrwert von biologisch angebauten Produkten. Darauf deuten unter anderem die Umsätze des letzten Jahres hin. 2018 bildeten Bio-Lebensmittel innerhalb des Lebensmitteleinzelhandels ganze 59% des Gesamtumsatzes mit Nahrungsmitteln. Auch die Dichte an Bio-Läden und -Supermärkten ist in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Bio ist beliebt und wird immer beliebter. Doch was ist eigentlich dran am Konzept? Sind Bio-Lebensmittel wirklich besser?

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Wir sagen Ja! Bio steht für Fairness, Transparenz und Ressourcenschonung. Deshalb gibt es unsere Snacks auch von Anfang an mit europäischem Bio-Zertifikat.

Du bist trotzdem skeptisch? Dann lies‘ die besten 5 Gründe für Bio!

 

1. Es schmeckt einfach besser. Wirklich.

Die hartnäckigen Bio-Anhänger sagen es ja schon seit Jahren: „Bio-Lebensmittel sind viel hochwertiger. Den Unterschied schmeckt man auch“. Schlechte Nachrichten für alle Genervten: sie haben recht! Und Geschmack als Argument ist gerade bei Nahrungsmitteln auch nicht ganz unwichtig. Grund für den oft volleren, intensiveren Geschmack von biologisch angebauten Lebensmitteln ist der Verzicht auf chemische Zusätze. In herkömmlichen Lebensmitteln können schließlich bis zu 400 verschiedene Zusatzstoffe enthalten sein! Bio-Lebensmittel kommen teilweise zwar auch nicht vollständig ohne Zusätze aus, sind jedoch verpflichtet, einen Großteil der Präparate zu vermeiden. Süßstoffe, Konservierungsmittel und künstliche Farbstoffe zum Beispiel haben in biologisch angebauten Lebensmitteln nichts zu suchen.

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Darüber hinaus sind Bio-Lebensmittel oft auch sehr viel weniger wasserhaltig. Mit dem hohen Wassergehalt entfällt insbesondere bei Gemüse- und Obstsorten auch der wässrige Geschmack. Glaubst du nicht? Besonders kommt die Geschmacksintensität beim Vergleich zwischen konventionellen und biologisch angebauten Tomaten zur Geltung. Teste doch einfach mal selbst!

2. Garantiert artgerechte Haltung von Nutztieren

Wen die Tierliebe nicht sowieso schon in den Vegetarismus oder in den Veganismus geführt hat, der wird wahrscheinlich ausschließlich Bio-Eier, Bio-Milch und/oder Bio-Fleisch kaufen. Durch strenge Auflagen der Zertifikatstellen sind Bio-Höfe verpflichtet, ihre Tiere unter besonders guten Bedingungen zu halten. Das gilt sowohl für Wiesen- als auch für Stalltiere. Genug Platz in den Ställen sowie auch regelmäßiger Auslauf muss auf Bio-Höfen nachgewiesen werden.

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Ein weiterer Unterschied zu industrieller Tierhaltung liegt auch im Futter von biologisch gehaltenen Tieren. Das dürfen nämlich unter keinen Umständen Kraftfutter sein. Dieses steht im Verdacht, bei manchen Tierarten gesundheitsschädlich zu sein. Insbesondere in der Milchindustrie ist es noch sehr weit verbreitet, da es aufgrund seines hohen Energiegehalts gut für milchgebenden Kühe geeignet ist. Während manche meinen, Kraftfutter sei für den Energiehaushalt der Kuh in Maßen unverzichtbar, setzen Bio-Höfe trotz allem auf genau abgestimmtes Öko-Futter und strukturreiche natürliche Futtermittel.

3. Transparenz – du siehst, was drin‘ steckt und woher es kommt!

Hast du dich schon mal gefragt, wer eigentlich entscheidet, dass Bio eben Bio ist? Wenn es sich um ein zuverlässiges Zertifikat handelt, dann steht dahinter meist ein prüfendes Gremium. Das setzt nicht nur die qualitativen Standards fest, nach denen sich Bio-Landwirte richten müssen, sondern sendet auch regelmäßig Mitarbeiter aus, um deren Einhaltung zu überprüfen.

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Die Möglichkeit, gewisse Standards zu überprüfen, hat jedoch nicht nur das Gremium. Auch du als Konsument kannst zumindest nachvollziehen, was genau in deinem Produkt enthalten ist und von welchem Bio-Hof es kommt. Dazu dient die Kontrollnummer, die auf zertifizierten Lebensmitteln immer angegeben werden muss.

4. Nachhaltigkeit: du schonst die Natur und unterstützt ihre Regeneration

Während es bei der Gewinnung industrieller Produkte oft lediglich auf Profit ankommt, spielt bei ökologischem Anbau auch der schonende Umgang mit den Ressourcen der Natur eine maßgebliche Rolle. Bei der nachhaltigen Landwirtschaft spielt insbesondere das Konzept des „Fruchtwechsels“ eine wichtige Rolle.

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Jede Frucht, die angepflanzt wird, entzieht dem Boden Nährstoffe, die sie für ihr Wachstum braucht. Beim Fruchtwechsel wird der Anbau der Felder so geregelt, dass nacheinander verschiedene Pflanzen angebaut werden. Ziel ist es, einen fruchtbaren Kreislauf zwischen Feld und Pflanze zu erreichen: werden zum Beispiel Kohl oder Kürbis angepflanzt, die sehr viele Nährstoffe aufsaugen, folgen danach Gemüsesorten, die weniger nährstoffreich wachsen bzw. die entzogenen Nährstoffe wieder an den Boden abgeben.

5. Fairness: du unterstützt ein System, das alle Beteiligten gut behandelt

Bio-Produkte stammen meist von Betrieben, die innerhalb ihrer gesamten Wertstoffkette größten Wert auf Fairness legen: bessere Arbeitsbedingungen und faire Gehälter für Mitarbeiter und artgerechte Haltung für Tiere. Gleichzeitig wird in Bio-Betrieben auf die Produktion von Höchstmengen verzichtet, sodass menschliche, natürliche und tierische Ressourcen grundsätzlich stärker geschont werden. Ein Bio-Zertifikat steht also letztlich nicht nur für höhere Lebensmittel-Qualität und weniger fragwürdige Zusätze, sondern auch – oder vor allem – für fairen Handel.

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Das zeigt sich natürlich auch an der Preispolitik von biologisch angebauten Produkten. Wer hin und wieder ein wenig zusammenzuckt, wenn er die Preisdifferenz zwischen biologischen und normalen Lebensmitteln sieht, sollte sich ruhig bewusst machen, dass diese einen guten Grund hat. Eine ressourcenschonende Wertstoffkette kann zu Discounter-Preisen auf keinen Fall erhalten werden. Konventionelle Discounter-Produkte können oftmals ja nur so günstig verkauft werden, da sie entweder den Menschen, die Natur und/oder die Tierwelt ausbeuterisch behandeln.

Wenn man sich das verinnerlicht, tun die 1 bis 3 € mehr doch eigentlich gar nicht so sehr weh oder?

… Okay, Bio-Lebensmittel sind der Hit. Aber Achtung vor „Greenwashing“!

Viele herkömmliche Marken haben den Bio-Boom längst erkannt. Kein Wunder also, dass sich nun Fälle häufen, in denen selbst gemachte Bio-Siegel als Marketing-Maßnahme eingesetzt werden. Diese Herangehensweise nennt sich „Greenwashing“: ein normales Produkt wird durch sein Verpackungsdesign zwar nicht direkt als Bio-Produkt betitelt, aber für das Auge des Konsumenten als solches verkauft. Dass sich solche Produkte nicht großartig von herkömmlichen Produkten unterscheiden, fällt unter Umständen erst beim Auspacken zu Hause oder gar bei genauem Hinsehen auf.

Hinzu kommt, dass solche Produkte oftmals trotzdem sehr günstig angeboten werden. Im Grunde ein Widerspruch zum Bio-Siegel, da eine echte Zertifizierung gewöhnlich auch in leicht gehobenen Endpreisen resultieren müsste.

 

Willst du also ganz sicher sein, dass deine Lebensmittel auch wirklich Bio-Qualität haben, solltest du versuchen, in Bio-Supermärkten einzukaufen oder dir vielleicht auch einen guten Überblick über die gängigen Zertifikate verschaffen. Neben dem staatlichen Bio-Siegel, dem europäischen Bio-Siegel und demeter findest du hier eine gute Auflistung mit den aussagekräftigen und weniger aussagekräftigen Zertifikaten: https://www.bund.net/massentierhaltung/haltungskennzeichnung/bio-siegel/.

Eine Idee zu “Bio-Lebensmittel: die 5 besten Gründe

  1. Konrad sagt:

    Wichtig wäre hier noch der Hinweis, dass „bio“ NICHT unbedingt Tierwohl, kleine Betriebe, oder Fairness bedeutet! Die Bio-Produktion ist inzwischen vielfach genauso industrialisiert wie die konventionelle, nur eben ohne verbotene Pestizide… Hier sollte man sich nicht täuschen lassen.

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